Teamspeak

Aus NEXpedia - Die Enzyklopädie für Teamspeak
Wechseln zu: Navigation, Suche
Teamspeak
Teamspeak-logo-240x102.png
Entwickler TeamSpeak Systems GmbH [1]
Erscheinungsjahr 2001
Programmier-Sprache C++, Qt4
Sonstiges SDK & Client SDK vorhanden
Website teamspeak.com
Plattformen
Client Windows, Mac OS X, Linux, iOS, Android
Server Windows, Max OS X, Linux, FreeBSD
Systemanforderungen
Client Min. 800Mhz, 128MB, 75MB HDD, DirectX 8.1 (Windows)
Server Nicht bekannt
Aktuelle Version
Client 3.0.16
Server 3.0.11.1

Teamspeak (TS) ist eine Voice-over-IP Software, mit welcher man per Sprache und Text mit anderen Benutzern kommunizieren kann. Teamspeak kann im Internet, aber auch im eigenen Netzwerk (LAN) verwendet werden. Die Software ist extra Performance-schonend programmiert, um eine bestmögliche Kompatibilität zu Online-Spielen zu gewährleisten. Teamspeak nutzt das UDP-Protokoll zur Übertragung der Sprachdaten. Im Gegensatz zu Skype (seinem wohl bekanntesten Konkurrenten), ist Teamspeak aufgrund seines Funktions- und Leistungsumfangs besonders gut geeignet, um riesige Gruppen von Benutzern zu verwalten.


Versionen

Teamspeak Classic

Teamspeak Classic (Teamspeak 1.5) wurde im Oktober 2001 veröffentlich und ist die erste Version Teamspeaks. Diese Version wurde als „Freeware“ vermarktet. Schon Teamspeak 1.5 verfügte über eine Client-/ Server-Architektur und legte somit den Grundstein für weitere Versionen. Diese Version beinhaltete eine Benutzerverwaltung, Channels und eine „Firewall-freundliche„ Server-Client Kommunikation.

Der Support für Teamspeak 1.5 wurde inzwischen eingestellt.

Teamspeak 2

Teamspeak 2 ist eine direkte Weiterentwicklung von Teamspeak 1.5 und wurde am 26. August 2002 veröffentlicht. Teamspeak 2 wurde in der Programmiersprache Borland Delphi geschrieben und mit Hilfe von Kylix auf Linux portiert. Für Mac OS X folgte ein inoffizieller Client namens TeamSpeex, welcher auch lange Zeit auf der offiziellen Website angeboten wurde.

Teamspeak 2 erleichtert Hosting-Unternehmen, durch das neue Server-Management ( näher Beschrieben unter Konzept - Server ), die Bereitstellung von Teamspeak Servern sehr. Der Server verfügt über eine SQLite Datenbank, kann aber auch mit einer MySQL Datenbank konfiguriert werden. Teamspeak 2 verfügt auch über eine Query-Schnittstelle, mittels welcher auf interne Daten des Teamspeak 2 Servers direkt zugegriffen werden kann und so Webinterfaces und andere Applikationen ermöglicht.

Besondere Neuerungen der Version 2 sind unter anderem die Konfiguration einzelner Channel, mit individuellen Codecs, die erweiterte Konfigurationsmöglichkeit des Rechtesystems, die Unterstützung klickbarer Web-Adressen in der Willkommensnachricht und das mitgelieferte Webinterface zur Konfiguration des Servers direkt über einen Web-Browser.

Teamspeak 3

Teamspeak 3 ist im Gegensatz zu seinem Vorgänger, eine komplette Neuentwicklung auf Basis der Programmiersprache C++. Teamspeak 3 wurde seit 2004 entwickelt und ist das erste Mal am 19. Dezember 2009 als offene Beta veröffentlicht worden. Am 10. August 2011 erreichte Teamspeak 3 den finalen Status. Neben einer Windows- und Linux-Version, existiert auch eine kostenpflichtige Client-Version für iOS und Android.

Teamspeak 3 erweiterte seinen Funktionsumfang nochmal beträchtlich. So können nun Benutzer in einem virtuellen Raum angeordnet werden, als würde man sich in einer echten Konferenz befinden. Für eine bessere Soundqualität sorgen die neuen Codecs, wobei auch ein Codec hinzugefügt wurde, welcher extra für einen latenzkritischen Verwendungsbereich eingeführt wurde. Für alle Codecs können Latenz und Qualität unabhängig voneinander eingestellt werden. Auch unterstützt Teamspeak 3 nun „Tabbing“. So erlaubt Teamspeak 3 nun das gleichzeitige Zugegen sein auf mehreren Servern.

Die wohl größte Umstellung für den eingefleischten Teamspeak Benutzer war das Authentifizierungssystem. Während man für Teamspeak 2 noch einen Benutzer erstellen, und sich per Name / Passwort Kombination authentifizieren musste, geschieht die Authentifizierung nun über die eindeutige ID des Clients. Bei jedem Verbinden auf dem Server wird die eindeutige ID des eigenen Clients auf dem Server abgelegt und so bei jeder neuen Verbindung wiedererkannt. Die einmal erstellte ID kann expotiert werden und auf anderen Geräten eingespielt werden. So erhält man zum Beispiel einmal erhaltene Rechte auf einem Server, mit jedem neuen Gerät ebenfalls, wenn die entsprechende ID auf das neue Gerät übertragen wurde. Es kann jederzeit eine neue Identität erstellt werden, um so einen „neuen Benutzer“ zu erstellen.

Mit Teamspeak 3 wurde auch das Lizenzsystem überarbeitet. Während mit Teamspeak 2 noch IPs selbst eingetragen werden mussten, erhält mit Teamspeak 3 jeder ATHP ( authentifizierter Hosting Provider ) einen eindeutigen Lizenzschlüssel, welcher im Serververzeichnis abgelegt werden muss, und entsprechende ATHP Daten mit jedem Neustart der Serversoftware an einen Lizenzserver gesendet wird. Der Benutzer kann so auch direkt im Client unter - Serverinformationen - erkennen, um welche Lizenz es sich bei dem Server handelt.


Konzept

Client / Server Architektur

Teamspeak verwendet eine Client - Server Architektur.

Client

Der Client ist der Teil der Software, welcher auf dem Rechner oder Smartphone des Benutzers installiert ist, welcher mit anderen Benutzern kommunizieren möchte. Der Client bietet die Möglichkeit nahezu alle Funktionen Teamspeaks zu verwenden. Der Hauptbestandteil des Clients ist die Weitergabe der Sprachdaten an den Server, damit diese wieder vom Server an andere Benutzer des Servers weitergeleitet werden können.

Server

Der Server dient als Schnittstelle zwischen allen Benutzern (Clients) auf einem Server. Die Hauptaufgabe des Servers ist das Weiterleiten von Gesprächsdaten. Dabei werden die Daten von Benutzer A an Benutzer B, C, D usw. weitergeleitet. Weiterhin speichert der Server alle Variablen, wie den Servernamen, bekannte Benutzer-Identitäten oder auch eingestellte Rechte einzelner Benutzer. Ist der Server nicht erreichbar, kommt keine Kommunikation zwischen den jeweiligen Benutzern zustande.

Virtuelle Server

Jeder Teamspeak 3 Server ist ein virtueller Server auf einer Instanz - welche die wirkliche Server-Software darstellt - auf wiederum einem Root-Server. Virtuelle Server setzen immer eine Instanz voraus und können nicht eigenständig laufen. Laut Entwickler können ohne Probleme bis zu 200 virtuelle Server pro Instanz installiert werden. Ein Limit an Instanzen pro Root-Server ist jedoch nicht bekannt.


Rechtesystem (Teamspeak 3)

Das Rechtesystem Teamspeaks bringt wohl eines der größten Änderungen an der Teamspeak Software mit sich. Das neue System gibt dem Serverinhaber mehr Kontrolle und Flexibilität bei der Vergabe der Rechte.

Teamspeaks Rechtesystem basiert auf einzelnen Rechten, welche auf Grundlage von Boolean (Ja oder Nein) oder Integer (Zahlenwerte) eingestellt werden können. Ein Rechte-Szenario, für welches Boolean-Werte vergeben werden, ist zum Beispiel „Darf der User die Slotanzahl ändern?“. Während ein Rechte-Szenario basierend auf Integer Rechte sein könnte „Darf der Benutzer einen anderen Benutzer vom Server entfernen?“. Jedes Integer-Recht hat ein Power und ein Needed_Power Recht. Das Needed_Power Recht gibt dabei das Level an, welches benötigt wird, um ein bestimmtes Recht auszuüben.

Unterteilen lassen sich diese Rechte nochmal in unterschiedliche Gruppen, mit unterschiedlicher Gewichtung, welche sich wie folgt aufstellen:

  • Server Gruppen
  • Client Rechte
  • Channel Rechte
  • Channel Gruppen
  • Channel Client Rechte

Server Gruppen Rechte gelten somit auch in allen Channels, während Channel-Rechte nur in einem bestimmten Channel gelten. Allerdings addieren sich alle Rechte miteinander. So kann ein Server Admin in einem Channel weniger Rechte haben, als in einem anderen Channel, weil ein bestimmtes Recht in der Server Gruppe nicht gesetzt ist, aber in der Channel Gruppe.

Rechte einzelner Gruppen können aber auch übersprungen (Skip) oder gar als einziges Recht (Negate) gesetzt werden.

Mit der Zeit wurde ein „Einfaches Rechtesystem“, welches auch standardgemäß aktiviert ist, eingeführt. Diese Rechtesystem erlaubt es aus einer Liste bestimmte Szenarien auszuwählen, welche dann mit festgelegten voreingestellten Rechten beim Speichern eingestellt werden. So kann es sein, dass mit bestimmten Szenarien mehrere Rechte auf einmal geändert werden, auch wenn man nur einen Haken gesetzt hat.

Für eine absolute Flexibilität ist aber weiterhin das „Fortgeschritte Rechtesystem“ zu empfehlen, da hier selbst entschieden werden kann, welche Rechte aktiviert werden.


Funktionen und Features (Teamspeak 3)

  • Sprach-Übertragung
  • Chat-Funktion
  • Dateiübertragung
  • Anstups-Funktion

Ein User kann einen anderen User anstupsen, um diesen durch ein Pop-Up, weiter optional durch eine Nachricht, aufmerksam zu machen.

  • Server-Tabs

Server-Tabs ermöglichen das gleichzeitige Onlinesein auf mehreren Servern.

  • Favoriten-Verwaltung

Jeder Server kann direkt in den eigenen Favoriten abgespeichert werden.

  • Aufnahme direkt im Channel

Jedes Gespräch kann, sichtbar für jedermann, direkt im Channel aufgenommen werden.

  • Avatar- und Bannerunterstützung
  • Eingeschränkte BB-Code-Unterstützung
  • Flood und Beschwerde-Managment
  • Kick und Ban-Möglichkeit
  • Flüster-Funktion
  • Freunde-System
  • 3D Sound

Mit einem geeignetem 5.1 Headset kann man z. B. jeden User in einem Channel an eine bestimmte Position in einem virtuellen Raum setzen.

  • Umfangreiches Rechtesystem
  • Logitechs G-Key Unterstützung
  • Authentifizierung durch eindeutige IDs

Teamspeak 3 verzeichtet auf eine Benutzerregistrierung, während der User sich in der aktuellen Version durch seinen Client automatisch authentifiziert.

  • Mod & Add-On Support
  • Vollständig anpassbare Benutzeroberfläche
  • Eigene Soundpakete
  • Verbesserte API
  • Verbesserte Sprachqualität und Latenz

Durch neue Codecs wurde die Sprachverzögerung und die Qualität des Sounds nochmal erheblich verbessert.


Wissenswertes

  • Teamspeak wurde in South Park's Episode 8 „Make Love, Not Warcraft“ der 10. Staffel aufgegriffen und am 4. Oktober 2006 auf Comedy Central ausgestrahlt.


Weitere Informationen